"Der Meister ist da und ruft Dich!" 
(Joh 11,28)

Papst Johanne Paul II. schreibt in seiner ersten Enzyklika "Redemptor hominis" über die Eucharistie:

"Wir dürfen diesem wahrhaft allerheiligsten Sakrament nicht durch die Art und Weise unseres Denkens, Lebens und Handelns seine volle Dimension und seine wesentliche Bedeutung nehmen. Dieses Sakrament ist zugleich Opfer, Kommunion und Gegenwart... In der Kirche müssen alle, besonders aber die Bischöfe und Priester, darüber wachen, dass dieses Sakrament der Liebe den Mittelpunkt im Leben des Gottesvolkes bildet, auf dassdurch alle Ausdrucksformen des geschuldeten Kultes 'Liebe für Liebe' erwiesen wird und ER wirklich das 'Leben unserer Seele' wird."

Zur vollen Dimension der Eucharistie gehört auch die Verehrung und Anbetung des heiligsten Altarsakramentes. Das Gebet vor dem Tabernakel soll aus der Feier der hl. Messe und aus dem Empfang der hl. Kommunion gerade so hervorgehen, wie die Werke der Gerechtigkeit und der Nächstenliebe.

"Das eucharistische Geheimnis muss in seiner ganzen Weite betrachtet werden: zunächst als Feier der Messe, dann auch als Verehrung der eucharistischen Gestalten, die nach der Messe aufbewahrt werden, um die Gnade des Opfers weiterwirken zu lassen." (2 - Aus der Instruktion "Eucharisticum Mysterium" der Ritenkongregation vom 25. Mai 1967)

 

Eucharistischer Gebetskreis

Der Eucharistische Gebetskreis (EGK) hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Anliegen des hl. Vaters aufzugreifen und die Gläubigen einzuladen, dasselbe mit einer konkreten Tat zu beantworten.

"Die katholische Kirche erweist der heiligen Eucharistie nicht nur während der hl. Messe, sondern auch außerhalb der Messfeier den Kult der Anbetung. " (1 -  Aus der Enzyklika "Mysterium fidei" - Paulus VI. vom 3. September 1965)

Der Aufruf des hl. Vaters decktsich mit den Erwartungen Christi und dem Wunsche der Kirche.

"Die private und öffentliche Verehrung des Altarsakramentes auch außerhalb der Messe... wird von der Kirche warm empfohlen, weil das eucharistische Opfer Quelle und Höhepunkt des gesamten christlichen Lebens ist." (1)

Der Eucharistische Gebetskreis sucht Katholiken, die bereit sind, wenigstens eine Stunde im Monat dem Gebet vor dem Tabernakel zu widmen.

"Die Gläubigen sollen es nicht unterlassen, das allerheiligste Sakrament... tagsüber zu besuchen. Eine solche Besuchung ist ein Beweis der Dankbarkeit und ein Zeichen der Liebe und der schuldigen Verehrung gegenüber Christus dem Herrn, der hier gegenwärtig ist. " (1)

 

Was ist der Eucharistische Gebetskreis?

Er ist eine kirchlich genehmigte und seit Jahrzenten bestehende - in Österreich unter dem Namen "Tabernakelwache" bekannte - Vereinigung von Christen, denen die Verehrung der Eucharistie ein Herzensanliegen ist. (Das Eucharistinerkloster in Wien-Gumpendorf ist die Zentrale.)

"Es sind viele Übungen und Werke eucharistischer Frömmigkeit hervorgegangen, die unter dem Einfluß der göttlichen Gnade immer zahlreicher wurden und mit denen die Kirche gleichsam wetteifert, um Christus zu ehren, IHM für ein so großes Geschenk zu danken und seine Barmherzigkeit zu erflehen." (1)

 

Was ist Verehrung der Eucharistie?

Sie ist wesentliches Merkmal des "geschuldeten Kultes". Der eucharistische Kult ist die äußere Bezeugnung der inneren Glaubensgesinnung. Er drückt sich aus in der Liturgie der kirche und in der Anbetung des einzelnen Christen.

"Die Feier der Eucharistie im Meßopfer ist in Wahrheit Ursprung und Ziel der Verehrung, die dem Altarsakrament außerhalb der Messe erwiesen wird." (2)

 

Was ist Anbetung?

Anbetung ist jede Verherrlichung Gottes durch Wort und Tat. Die eucharistische Anbetung besteht vornehmlich im Gebet vor dem Tabernakel.

"Indem die Gläubigen bei Christus dem Herrn verweilen, erfreuen sie sich vertrauten Umgange mit IHM, schütten vor IHM ihr Herz aus und beten für sich und alle die Ihrigen, für den Frieden und das Heil der Welt." (2)

 

Gebet vor dem Tabernakel, aber wie?

Sie beten Christus an, wenn Sie loben, danken, sühnen und bitten - wenn Sie mündliche Gebete verrichten oder sich der Betrachtung hingeben - wenn Sie die Hl. Schrift verwenden, ein Gebetbuch ("Gotteslob") zu Hilfe nehmen oder frei mit IHM sprechen.

Ihr Glaube und Ihre Liebe werden Ihnen eingeben, was Sie zu tun haben!

"Singt Gott in eurem Herzen Psalmen, Hymnen und Lieder, wie sie der Geist eingibt, denn ihr seid in Gottes Gnade." (Kol 3,18)

 

Gebet vor dem Tabernakel, aber wozu?

Um eine Antwort zu geben auf die ständige sakramentale Gegenwart Christi, der auch unter der gestalt des Brotes wahrer Gott und wahrer Mensch ist. Das Gebet vor dem Tabernakel ist Gotteslob und Verherrlichung des Vaters durch den Sohn, Glaubensbekenntnis, Zeugnis vor der Welt und Gebetsapostolat.

"Es ist von Bedeutung, dass das Geheimnis der Eucharistie unter voller Beachtung seiner verschiedenen Aspekte mit aller gebührenden Klarheit vor den Augen der Gläubigen aufleuchtet." (2)

 

Gebet vor dem Tabernakel, aber wo?

In Ihrer Pfarrkirche, aber auch in jeder anderen Kirche oder Kapelle, in der das Allerheiligste aufbewahrt wird.

"Die Aufbewahrung der heiligen Gestalten für die Kranken... führte zum löblichen Brauch, die himmlische, in den Kirchen aufbewahrte Speise zu verehren. Dieser eucharistische Anbetungskult ist einwandfrei und zuverlässig begründet, vor allem, da ja der Glaube an die Realpräsenz des Herrn folgerichtig zur äußeren und öffentlichen Bezeugung dieses Glaubens führt." (2)

 

Gebet vor dem tabernakel, aber wann?

Zu jeder beliebigen Zeit, auch vor und nach der hl. Messe.

"Denn nicht nur zur Zeit, da das Opfer dargebracht und das Sakrament vollzogen wird, sondern auch nach der Darbringung des Opfers und nach Vollzug des Sakramentes, wenn die heilige Eucharistie in den Kirchen oder Oratorien aufbewahrt wird, ist Christus der wahre Emmanuel, das heißt der 'Gott mit uns'. Tag und Nacht weilt ER in unserer Mitte und wohnt in uns voll Gnade und Wahrheit." (1)

 

Gebet vor dem Tabernakel, aber wie lange?

Mindestens eine Stunde pro Monat. Eine Aufteilung auf halbe und viertel Stunden an verschiedenen Tagen ist Möglich.

"Die Gläubigen sollen es sich angelegen sein lassen, ihren Lebensumständen entsprechend Christus, den Herrn, im Sakrament zu verehren." (2)

 

Gebet vor dem Tabernakel, aber womit?

Alle drei Monate erhalten Sie eine Kleinschrift des EGK, die auch Betrachtungspunkte und Gebetstexte beinhaltet.

"Jeder, der eine besondere Andacht zur heiligen Eucharistie hat und sich bemüht, die unendliche Liebe Christi zu uns vorbehaltlos und großmütig zu erwidern, erfährt und erfaßt zutiefst mit großen inneren Freude und Frucht, welchen hohen Wert ein Leben hat, das mit Christus in Gott verborgen ist (vgl. Kol 3,3), und was es bedeutet, mit Christus eine Zwiesprache zu pflegen, die hier auf Erden das Beglückendste und Wirksamste auf dem Weg zur Heiligkeit ist." (1)

 

Zweck und Aufgabe des Eucharistischen Gebetskreises:

Der EKG ist kein Verein und die Anbetung keine Vereinspflicht. Das Gebet vor dem Tabernakel ist Frucht liturgisch-eucharistischer Frömmigkeit. Es ist Hinführung zur Eucharistiefeier und deren Nachhall.

"In seinem Fleisch ist der Herr auf Erden gewandelt, und dieses Fleisch hat ER uns zur Speise zum Heil gegeben. Niemand aber isst dieses Fleisch, bevor er es nicht angebetet hat... und wir sündigen keineswegs, wenn wir es anbeten, sondern wir sündigen, wenn wir es nicht anbeten." (Hl. Augustinus)

Der EGK ladet gläubige Katholiken zur Anbetung ein und betreut seine eingeschriebenen Mitglieder.

 

Mitgliedschaft im Eucharistischen Gebetskreis, wozu?

Konkret umrissene Aufgaben werden leichter in die Tat umgesetzt, als allgemein gefaßte Vorsätze. Der EGK legt ein Konkretes Programm vor: die monatliche Anbetungsstunde. Menschen, die gleiche Ziele und Aufgaben haben, bilden eine geistige Gemeinschaft. Durch die regelmäßige Zusendung der Zeitschrift vermittelt der EGK seinen Mitgliedern ein Gefühl der Zusammengehärigkeit.

"Alles, was ihr in Worten und Werken tut, geschehe im Namen Jesu, des Herrn; durch IHN dankt Gott, dem Vater!" (Kol 3,17)

 

Ziel der EGK-Zeitschrift:

 Die Heftchen der Zeitschrift enthalten Mitteilungen, Anregungen, kurze liturgisch-eucharistische Abhandlungen und Gebetshilfen als "Brennstoff" für die monatliche Gebetsstunde in der Kirche.

"Die heilige Eucharistie enthält das Heilsgut der Kirche in seiner ganzen Fülle, Christus selbst, unserer Osterlamm und das lebendige Brot." (2)

 

Empfohlene Werke eucharistischer Frömmigkeit:

 Mitfeier der hl. Messe an Werktagen - Teilnahme an eucharisischen Andachten - Zusammenschluß Gleichgesinnter zum gemeinsamen Gebet in der Kirche.

"Es steht ohne Zweifel fest, 'dass alle Gläubigen nach der Weise, wie sie stets in der katholischen Kirche geübt wurde, diesem heiligsten Sakrament bei der Verehrung die Huldigung der Anbetung erweisen, die man dem wahren Gott schuldet. Es ist nähmlich keineswegs deshalb weniger anbetungswürdig, weil es von Christus dem Herrn eingesetzt wurde, damit es genossen werde' (Konzil von Trient). " (2) 

Außerdem bitten wir die Mitglieder, als Ausdruck christlicher Verbundenheit alle zwei Monate eine hl. Messe aufzuopfern für die verstorbenen Mitglieder des AKG, deren Namen in der Zeitschrift veröffentlich werden.

Mitglieder des EGK zahlen keinen Mitgliedsbeitrag. Wir ersuchen sie lediglich um einen minimalen jährlichen Druckkostenbeitrag für die Zeitschrift in der Höhe von 20,- öS.

 

Ablässe und andere geistliche Vorteile:

 Vollkommener Ablaß am Tage der Aufnahme in den EGK, an bestimmten Festtagen, für jede Anbetung, wenn sie mindestens 30 Min. dauert (lt.neuester Ablaßordnung). 

Ihrer wird gedacht in allen Meßfeiern, Anbetungsstunden und Gebeten der Eucharistinerkongregation und deren angeschlossenen Vereinigungen. Nach Ihrem Ableben werden die ca. 3000 Mitglieder des EGK auch für Sie die hl. Messe aufopfern.

"Im Gebet und in der Eucharistiefeier dauert unsere Lebensgemeinschaft mit den verstorbenen Brüdern fort, und wir vertrauen auf ihre Fürsprache." (Aus der "Lebesregel" der Eucharistiner)

 

Anmeldung zum Eucharistischen Gebetskreis:

 Falls die Verehrung und Anbetung des allerheiligsten Altarsakramentes auch Ihr Wunsch ist, so würde es uns freuen, wenn wir Sie als neues Mitglied des EGK begrüßen dürfen. Es genügt, wenn Sie den Anmeldeformular ausfüllen und einsenden.

"In der zuversichtlichen Hoffnung auf das Gute, das aus einer Zunahme des eucharistischen Kultes für die ganze Kirche und für die ganze Welt erwachsen wird, spenden wir... den Apostolischen Segen. - Papst Paul VI." (1)

 

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