ANHANG

Einige Entwürfe


I. Über die Liebe Gottes.
Bei jeder Station über die Liebe Jesu Christi betrachten, in den einzelnen Leiden, die er für uns auf sich nimmt.- Sich beschränken auf den einzigen Gedanken der Liebe unseres Herrn Jesus Christus.

Zum Beispiel:
1. Station: Jesus wird zum Tod verurteilt. Er hat sich dabei zuerst selbst verurteilt; er hat sich freiwillig angeboten; er hat es ersehnt und wünscht diesen Augenblick herbei: und dies, um mir seine Liebe zu geben; um mir den Tod liebenswürdig zu machen usw. usf.

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II. Über die Demut.
An jeder Station Jesus betrachten, wie er uns für eine bestimmte Tugend ein Beispiel gibt, z.B. für die Tugend der Demut.

Also:
1. Station: Jesus wird zum Tod verurteilt wie ein Gotteslästerer, ein Verführer, ein Verbrecher.- Und wie er mit Ruhe und in Frieden die ganze Demütigung annimmt; er rechtfertigt sich nicht; er bekennt nur die Wahrheit; er appelliert an kein anderes Gericht; er droht nicht... Er ist wie ein Lamm...

2. Station: Jesus trägt sein Kreuz. Dieses Kreuz ist demütigend, infam; er umarmt es in Liebe; er trägt es mutig, er zieht es wie eine Braut an sich.- Liebe zu den demütigenden und verborgenen Kreuzen usw. usf.


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III. Über die Sanftmut.
Bei jeder Station Jesus betrachten als Modell der Tugend der Sanftmut, indem er uns zuruft: "Lernt von mir, denn ich bin gütig und von Herzen demütig!"

Zum Beispiel:
1. Station: Jesus wird zum Tod verurteilt. Er bleibt ruhig und bricht nicht in Stöhnen aus; er schweigt; so werde ich tun, wenn ich fälschlich angeklagt werde. Schweigen bedeutet Gerechtigkeit. Ruhigbleiben ist Liebe.

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IV. Allgemeine Methode, angewendet auf die 1. Station

1. Form: Betrachten über die Tatsache der Verurteilung zum Tode.

Wer ist Jesus? Er ist die Güte und Heiligkeit selbst. Er ist mein Gott, mein Schöpfer und Erlöser.

- Er wird zum Tod verurteilt: und wer hatte diesen schrecklichen Mut dazu? Etwa die Dämonen? Nein. Die Dämonen erzittern vor ihm... es sind die Menschen, seine Geschöpfe, die Juden, sein bevor-zugtes Volk. Das bin ich, durch meine Sünden (Akt des Reueschmerzes...).

- Aber wieso hat sich Jesus Christus als Allmächtiger gefangen-nehmen, binden, knebeln und zum Tod verurteilen lassen aus Liebe zu mir? Er hat meine Stelle als Schuldiger auf sich genommen. Ohne diese Verurteilung meines Erlösers wäre ich auf ewig verurteilt gewesen!

- Aber zu welchem Tod ist er verurteilt worden? Zum schmerz-lichsten und schmachvollsten Tod, zum Tod der niedrigsten Sklaven, zum Tod am Kreuz!

Aber warum wollte er einen solchen Tod erleiden?

Ach, es ist die Liebe, welche Jesus dazu bewogen hat, weil dabei mehr Schmerzen, folglich mehr Liebe verbunden waren. O mein Gott, ich falle nieder in Erschaudern und Erschrecken beim Anblick meiner Undankbarkeit und deiner Liebe!


2. Form: Betrachten über die Tugenden, die Jesus unter den bestimmten Umständen geübt hat:

- Die Ruhe vor seinen boshaften Richtern und seinen Henkern. Ein schönes Beispiel für mich, wenn ich gedemütigt werde oder wenn man mich verurteilt. Habe ich dieses Beispiel befolgt?

- Die Kraft: er bekennt die Wahrheit, er predigt sie, ohne sich einschüchtern zu lassen, oder sich durch die Gotteslästerungen oder durch schlechte Behandlungen verwirren zu lassen. Dies ist mein Vorbild, um in den Prüfungen Gott die Treue zu halten. War ich treu?

- Die Sanftmut: er wird nicht zornig, er droht nicht seinen Feinden, er läßt sich fesseln, knebeln und vor die Richterstühle schleppen wie ein Lamm ohne Bosheit und ohne Verteidigungsmöglichkeit.

Er antwortet nichts auf die Verhöhnungen; er verteidigt sich nicht vor den Verleumdungen, er wehrt sich nicht vor dem Todesurteil.- Er ist also mein Meister.

- Die Nächstenliebe, während man ihn mißhandelt hat; dieser liebenswürdige Erlöser opferte diese Schmähungen und Demütigungen seinem Vater auf für das Heil seiner Henker... Und als man ihn zum Tod verurteilt hat: "ja, mein Vater, ich nehme diesen schmachvollen Tod an, aber nur um das Leben aller Sünder zu erlangen"; so müssen auch wir für unsere Feinde beten und leiden.

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