Hl. Peter - Julian EYMARD

 Der Priester

  Ins Deutsche übersetzt von P. DDr. Walter Marzari SSS.

 

Teil IV.

Exerzitien vor der Priesterweihe

 

 

 

INHALT: 4. Teil / Der Priester

   Vorwort des Übersetzer
   Vorbereitungsbetrachtung
An welchem Ort haben die Apostel ihre Exerzitien gemacht?
  - Im Abendmahlssaal
  Einleitungs-Konferenz
  Gnaden der Berufung
  Gnaden der Heiligung und  Vollkommenheit  
   Die Liebe, das Prinzip des christlichen und priesterlichen Lebens
  Die Gründe
  Das Wesen dieses Prinzips
  Praktische Regel zur Selbstüberprüfung
   Die Liebe als Zentrum
  Jede Art von Liebe braucht eine Mitte
  Die Liebe zu Jesus Christus
  Erneuerungszentrum
   Die Sammlung, Vorbedingung und Mittel  
  Die Bedingung, um dieses Zentrum zu erreichen
  Mittel, in diesem Zentrum zu leben
   Die Liebe und die Reinheit des Lebens
  Notwendigkeit
  Das Wesen
   Die Keuschheit
   Vorzüge der Keuschheit
  Die Keuschheit nennt sich die schöne Tugend
  Eine mächtige Tugend
  Eine beseligende Tugend
   Die Eucharistie, das Sakrament der Liebe
  Vorbereitung
  Einsetzung
  Zeitlosigkeit
   Die Eucharistie, das Sakrament der geistlichen Bildung
   Der Priester: seine Würde und seine Macht
  Würde
  Unwürdigkeit
   Der Priester, ein Mann Gottes und der Kirche
  Homo Dei - Mann Gottes
  Der Mann der Kirche
  Der Prediger der Wahrheit
  Der Hirte
  Der Verwalter der Geheimnisse Gottes
   Konferenz über die Seelenleitung
  Das Wesen
  Der Inhalt

 

 

 

Exerzitien vor der Priesterweihe

 

Diese Exerzitien predigte P. Eymard den Diakonen im Großen Seminar von Beauvais im Mai 1861. Der Heilige war also seit fünf Jahren Gründer der Priester vom Hlst. Sakrament. Dies spürt man schon am Plan der Exerzitien.

 

Während er in Digne als Marist noch dem traditionellen System folgte, ist er in Beauvais bereits voll in seiner eigenen Gnade. Von der ersten Betrachtung an arbeitet er das grund-legende Prinzip seiner Spiritualität heraus: die Liebe; diese verknüpft er dann in ganz selbstverständlicher Weise mit der Liebe Jesu Christi in der Eucharistie.

 

Bezüglich der Konferenzen hielt er sich an jene von Digne, denen er ohne Zweifel mündlich eucharistische Anwendungen hinzugefügt hat (Anm. des Herausgeb.).

 

 

INHALT

EYMARD

 

 

 

Vorbereitungsbetrachtung

 

 

Diese Exerzitien sind die notwendige Vorbereitung auf die Priesterweihe.

 

1. Jesus hat sie seinen Aposteln als Bedingung für die Gnade des Hl. Geistes aufgetragen. "Bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet" 1.

 

Es geschieht bei den Exerzitien, dass sich die Seele von ihren Sünden reinigt; hier sieht sie diese besser und spürt das Übel mehr; die Exerzitien sind der wahre Spiegel des Gewissens: man sieht sich darin, wie man ist.

 

Während der Exerzitien geschieht es, dass Gott zur Seele spricht, dass er sich ihr im Licht seiner Gnade und in der Kraft seiner Liebe zeigt: "Ich will sie in die Wüste hinausführen und zu ihrem Herzen sprechen" 2.

 

Während der Exerzitien bereitet Gott die Seelen darauf vor, im Hinblick auf eine göttliche Sendung seine höchsten Gnaden zu empfangen.

 

So verbleibt Moses 40 Tage auf dem Sinai, in Wolken gehüllt, bei Fasten und Gebet, bevor er Jahwe sah und hörte 3.

 

Die Propheten zogen sich in die Wüste und in Höhlen zurück 4.

 

Der hl. Benedikt, der hl. Franziskus von Assisi, der hl. Ignatius von Loyola, alle Gründer der großen Orden haben sich in Exerzitien in der Einsamkeit mit Gott allein auf ihre Sendung vorbereitet.

 

Jesus, unser guter Meister, verlässt seine hl. Mutter und geht in die Wüste und während vierzig Tagen bereitet er sich in der Einsamkeit und im Gebet auf seine göttliche Sendung vor 5.

 

So muss sich auch der Weihekandidat in Exerzitien begeben mit den Aposteln in Vereinigung mit Maria, der Mutter Jesu, mit Jesus selbst, weil er an seiner göttlichen Sendung, an seinem Priestertum teilhaben wird. Er hat es nötig, sich so würdig wie möglich zu machen für die besondere Gnade, die er empfangen wird, und die man nur einmal erhält.

 

Ich will also gute Weiheexerzitien machen.

 

 

 

2. An welchem Ort haben die Apostel ihre Exerzitien gemacht? Im Abendmahlssaal.

 

 

Jesus hatte ihnen nicht ausdrücklich den Ort ihrer Exerzitien angegeben; er hatte ganz einfach gesagt: "in der Stadt". Aber ihr Herz geht geradewegs auf den Abendmahlssaal zu, wo Jesus die Hl. Eucharistie eingesetzt hat, wo er aus ihnen seine ersten Priester gemacht und wo er ihnen seine ganze Milde bezeugt und seinen Abschied ausgesprochen hat.

 

Der eucharistische Abendmahlssaal, dort ist der Ort, wo ich die meiste Zeit meiner Exerzitien zubringen werde; mit Jesus, zu Füßen Jesu, in Jesus. Ist denn Jesus im Hlst. Altars-Sakrament nicht immer der Meister, die Gnade und der Zweck der Exerzitien?

 

Der eucharistische Abendmahlssaal ist der Sinai des Gesetzes der Gnade, der Tabor der Liebe, das Paradies des menschgewordenen Gottes, der göttliche Eden für die Neuschöpfung des gefallenen Menschen in der Gnade Jesu Christi.

 

Der Abendmahlssaal ist nun meine Wohnung. Durch meinen Aufenthalt im Seminar bin ich dessen Gast, das bevorzugte Kind. Die Exerzitien werden mir hier also wohl tun und angenehm sein.

 

 

3. Wie muss man diese Exerzitien halten? In der Nachahmung der Apostel: "Als sie in die Stadt kamen, gingen sie in das Obergemach hinauf, wo sie nun ständig blieben... zusammen mit Maria, der Mutter Jesu" 6.

 

 

a) Sie verweilen fortwährend in Exerzitien, im Schweigen, in der Bereitschaft für den Hl. Geist, ohne den Tag noch die Stunde seines Kommens zu kennen; sie sind in allem treu und aufmerksam, was die Worte ausdrücken: "im Gebet". Soviel zur Situation und zur Einstellung für die Exerzitien.

 

 

b) "Sie verharrten im Gebet", sie beteten ohne Unterlas. Dies sei die einzige Beschäftigung der Exerzitien.

 

 

c) Sie beten vereint in der Liebe: "Sie verharrten alle.." Das ist die Vereinigung ihrer Willenskräfte, die Gemeinsamkeit ihrer Anstrengungen.

 

 

d) Sie beteten mit Maria, "mit Maria, der Mutter Jesu". Hier ist die gute Mutter, die hlst. Lehrmeisterin der Exerzitien.

 

Glücklich der Weihekandidat, den Maria vorbereitet hat und zum Bischof führt, zu Jesus Christus, den ewigen und erhabensten Hohenpriester des katholischen Priestertums.

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EYMARD

 

 

 

Einleitungs-Konferenz

 

 

Der Tag der Himmelfahrt des Herrn war ein großer Tag für die Apostel.

 

Jesus verlässt sie segnend, nachdem er ihnen neuerlich das Kommen des Hl. Geistes angekündigt und ihnen die ehrenvolle Sendung, die sie erwartete, zugesichert hatte. So beteten sie ein letztes Mal ihren Meister, der sich zum Himmel erhob, an und kehrten dann mit großer Freude nach Jerusalem zurück 1, um den obersten Auftrag Jesu auszuführen und sich nicht von der Stadt zu entfernen; er hatte ihnen ausdrücklich gesagt: "Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir vernommen habt"  2.

 

"Sedete - bleibt": das war der Auftrag, sich in einem Warteraum aufzuhalten. "quoadusque - bis": das war die Bestimmung der Dauer dieser Vorbereitung. "Induamini": das ist das Versprechen der Frucht für ihre Treue.

 

Die Kirche stellt die Weihekandidaten unter dasselbe Gesetz; sie setzt die Zeit fest, wie lange ihre Exerzitien dauern sollen, um sie zu einem würdigen Empfang der Priesterweihe vorzubereiten.

 

Sie weiß nämlich, dass die Exerzitien die gewöhnliche Bedingung für die Berufs- und Heiligungsgnade ist.

 

* * *

INHALT

EYMARD

 

 

I. Gnaden der Berufung.

 

 

Um diese Notwendigkeit festzustellen, gibt es

 

a) Tatsachenbeweise... im Alten wie im Neuen Testament... Die Erfahrung zeigt deutlich anhand täglicher Beispiele, dass man durch Exerzitien die Gnade seiner Berufung in einem Lebensstande erkennt oder in der Treue zu dieser Gnade bestärkt wird.

 

 

b) Rechtsbeweise. Gott fordert die Exerzitien als Bedingung, um seinen Willen erkennen zu lassen: "in solitudinem, ibi loquar ad cor" 3.

 

Dort spricht er, weil er allein gehört wird. Das Herz des Menschen ist frei. Dort arbeitet Gott in der Seele, um darin die Tugenden aufblühen zu lassen wie in einem Wonnegarten: "Der Herr macht seine Wüste wie Eden, seine Öde wie den Garten des Herrn" 4 - "Exultabit solitudo et florebit sicut lilium - da frohlocket die Einöde und blüht wie eine Lilie"  5.

 

 

c) Vernunftbeweise. Um Gott zu hören, muss man sich sammeln: "Ich will hören, was in mir der Herr redet"  6. Die Exerzitien versetzen uns in die notwendige Sammlung.

 

Man muss auch mit dem Wirken Gottes mitarbeiten; er folgt bei der Bildung einer Gnade des Berufes oder einer Tugend der Natur, wo ein menschliches Wesen ab seiner Empfängnis sich bis zu seiner Geburt und dann weiterentwickelt, bis er nach und nach seine Reife erlangt.

 

Die Exerzitien sind die Werkstatt Gottes, die Schule der geistlichen Bildung des Menschen. Sie sind seine Rüstkammer, oder sagen wir besser, sein Abendmahlssaal, wo er für seine Seele den Tag des neuen Pfingsten erwartet.

 

Aus diesen Exerzitien entspringen drei Gefühle: die Ehrfurcht, die Furcht und das Vertrauen.

 

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EYMARD

 

 

 

II. Gnaden der Heiligung und  Vollkommenheit

 

 

a) Wenn Gott einer Seele eine besondere Gnade gewähren will, so führt er sie in die Einsamkeit.

 

"Ducam eam": er ist es, der die Seele dorthinführen will, um ihr zu begegnen.

 

"Loquar": er ist es, der reden wird, nicht sie oder jemand anderer.

 

"ad cor ejus": Nicht in erster Linie zum Geist, zum Verstand will er reden, sondern zu seinem Herzen, denn vom Herzen hängt das Leben ab. "Schweigen und Ruhigsein - das bringt die andächtige Seele im Guten weiter... damit sie mit ihrem Schöpfer desto vertraulicher umgehen könne, je weiter sie sich vom Getümmel der Welt entfernt hat" 7.

 

"Meine Worte sind Geist und Leben" 8. Deshalb wollen seine Worte "in der Stille des Geistes gehört und mit aller Demut und Inbrunst des Herzens aufgenommen werden" 9.

 

Was wird Jesus euch während dieser Exerzitien sagen? Das bleibt ein Geheimnis, aber um euch darauf vorzubereiten, ist es für euch nützlich, die Verse 12, 18 und folgende des 1. Kapitels aus dem 2. Korintherbrief nachzulesen und zu betrachten.

 

Es ist gewiss, dass Jesus zu euch in dem Maß spricht, als ihr dafür aufgeschlossen seid: "Wer mich liebt..., den werde auch ich lieben und mich ihm offenbaren" 10. Er wird sich im innerlichen Gebet, im Lichte seiner Gnade, in der Milde seiner Güte und in der Kraft seine Liebe offenbaren.

 

Licht: "Er erleuchtet die Augen eures Herzens" 11.

 

Güte: "Kostet..., wie gütig der Herr ist"  12.

 

Kraft: virtute ex alto - Macht aus der Höhe..

 

Dies waren die Wirkungen der Gnade in der Seele der Apostel, die im Abendmahlssaal versammelt waren.

 

 

b) Erst an den Besinnungstagen stellt sich der Mensch ganz Gott zur Verfügung.

 

Die Tugenden, Werke und Gnaden des Lebens, die nicht ihren Ursprung in den Exerzitien haben, halten gewöhnlich nicht lange an. Sie gleichen einem Baum ohne tiefe Wurzeln, der auf einem ausgetrockneten Boden gepflanzt ist.

 

Die Heiligkeit ist etwas Geistliches mit einer Empfängnis, einer Geburt und einem Wachstum, das bis zum Himmel fortschreitet. Sie ist ein göttliches Gebäude, für das Gott den Plan und das Baumaterial liefert, während der Mensch durch seine Mitarbeit beiträgt.

 

Die Exerzitien stellen die Zeit der übernatürlichen Erziehung des Menschen dar. Sie sind sein glorreiches Schlachtfeld gegen sich selbst, die Werkstatt, wo er das Meisterwerk seiner Vollkommenheit nach Jesus Christus entwirft.

 

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1. Tag

 

1. Betrachtung

 

Die Liebe, das Prinzip des christlichen und priesterlichen Lebens

 

 

1. Die Gründe.

 

 

a) Es liegt im Wesen des Menschen, auszugehen von seinem Herzen: "trahit sua quemque voluptas - jeden zieht seine Lust" 1. Der Mensch ist geschaffen nach dem Bilde Gottes, der die Liebe ist: "Gott ist die Liebe" 2. Auch Gott gibt ihm nur ein Gebot: "Du sollst lieben!" Was er über alles fordert, ist sein Herz: "Gib mir dein Herz, mein Sohn!" 3.

 

Auch der hl. Augustinus hat geschrieben: "Ein kurzlautendes Gebot wird dir vorgeschrieben: Liebe, und tue, was du willst!"  4

 

Die Gnade der übernatürlichen Wiedergeburt ist eine Gnade der Liebe, der angenommenen Kindschaft. Das beste Gebet beginnt mit diesen Worten: Pater noster - Vater unser.

 

 

b) Die Beziehungen Gottes zum Menschen sind Beziehungen der Liebe: "Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt" 5 - "Sosehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab" 6.

 

Jesus Christus ist die Liebe des menschgewordenen Gottes: "Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt"  7.

 

Jesus Christus geht von der Liebe aus und gibt sich aus Liebe sosehr hin, dass er schließlich die Hl. Eucharistie einsetzte.

 

Das Apostolat von Petrus, Paulus, den anderen Aposteln und allen Heiligen war beherrscht von der Liebe zu Jesus Christus und zu den Seelen.

 

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2. Das Wesen dieses Prinzips

 

a) Die Liebe ist der erste Beweggrund jeglicher Tat; sie schließt kein anderes aus; und selbst nach Bedarf greift man darauf zurück, aber dies erfolgt, um sich den eigenen Triumph über das Böse oder im Guten sicherzustellen.

 

 

b) Die Liebe ist die erste Richtschnur des Lebens. Was die Liebe will und wünscht, darin liegt das ganze Gesetz des Herzens.

 

Was will die Liebe Jesu von mir? Dies ist die entscheidende Frage für jemand, der ihn liebt. Die Antwort ist einfach: ihn niemals willentlich, wissentlich beleidigen; bereit sein, eher alles zu erleiden als ihn zu beleidigen; seinem Gesetz sehr treu bleiben: "wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben" 8.

 

 

c) Die Liebe ist die Gnade für die Tat; sie gibt ihr die Kraft, die Salbung, die Ausdauer in der Gnade Gottes.

 

Im letzten Grund ist die Liebe das Prinzip in Aktion; so wie der Dampf eine Maschine in Bewegung setzt oder wie der elektrische Strom, der einen Motor anspringen und laufen lässt; sie ist stärker als der Blitz, ohne Gewalt bricht sie die Hemmnisse des Willens; sie ist vergleichbar mit dem Wasserstrahl, der die Frische und Fruchtbarkeit in einem Blumengarten erhält.

 

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3. Praktische Regel zur Selbstüberprüfung

 

In jedem Menschen befindet sich eine vorherrschende Liebe: entweder ist es die Liebe zu Gott oder die Liebe zu sich selbst. An welchen Zeichen lässt sie sich erkennen?

 

Die Liebe zu Gott herrscht in uns vor, wenn:

 

- die Pflicht unser oberstes Gesetz ist

- der Wille Gottes der höchste Beweggrund unserer Taten ist

- die Verherrlichung Gottes unser erhabenstes Ziel ist.

 

An diesen drei Kriterien erkennt man unfehlbar die vorherrschende Liebe.

 

Die Spontaneität der Einstellung und des Gedankens zeigen darin den Vollkommenheits-grad an, ebenso wie der Aufschub, das Zögern und Ausredensuchen deren Schwäche offen legen; desgleichen offenbart in der natürlichen Ordnung das erste Gefühl die innerste Bereitschaft und deren Grad an Fertigkeit oder an Unvollkommenheit  9.

 

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Konferenz über das innerliche Leben

 

Siehe Seite 46-49

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2. Betrachtung

 

Die Liebe als Zentrum

 

 

1. Jede Art von Liebe braucht eine Mitte, und zwar aus drei Gründen:

 

a) Der Mensch schöpft seine Liebe durch die Tat selbst, die ihn leben lässt; um sich zu erhalten, muss er sich dauernd Nahrungsmittel zuführen.

 

b) Das Wesen der Liebe besteht darin, alles zu geben und sich nichts vorzubehalten. Sie neigt von sich aus zum Ganzopfer für das Wesen, welches geliebt wird.

 

c) Und Gott, der die Liebe schlechthin ist, ist sich selbst sein eigenes Zentrum.

 

Worin besteht dieses Zentrum für die Liebe und das Herz des Menschen? Es ist Jesus Christus, die Liebe des menschgewordenen Gottes: "Bleibt in mir, bleibt in meiner Liebe!" 1.

 

In ihm, dem göttlichen Zentrum, hat Gott die Gnade, die Kraft und den Erfolg des Priesters, des Apostels und des Märtyrers hineingelegt.

 

Er selbst ist dieses göttliche Feuer, das er auf die Erde gebracht hat, damit sie von ihm erfasst werde.

 

Er ist die übernatürliche und unerschöpfliche Sonne, der Feuerherd des Lichtes, der Kraft und der Fruchtbarkeit, dessen die Seelen bedürfen; er ist das Zentrum, um das alles zu kreisen hat.

 

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2. Die Liebe zu Jesus Christus, das dauerhafte und persönliche Zentrum

 

Diese Liebe verlangt, dass ihr Zentrum überdies ein dauerhaftes sei, leicht zugänglich und stets verfügbar sei; was die Liebe aber ergreift und packt, ist die Feststellung, dass dieses Zentrum wirklich für ihn da ist, als ob niemand anderer davon einen Nutzen ziehen sollte.

 

Ist es nicht das, was Jesus Christus, unser göttliches Zentrum, in der Hl. Eucharistie verwirklicht? Er gab sich nicht damit zufrieden, persönlich im Himmel zu sein und mit der Hl. Dreifaltigkeit in uns durch die Gnade zu leben. Er hat seine bleibende Wohnung im Tabernakel und kommt in der Hl. Kommunion zu uns. Unsere Seele wird zum Himmel der Hl. Dreifaltigkeit auf Erden. Wir empfangen ihn, wir besuchen ihn, wir reden mit ihm, ohne dass die anderen Gläubigen unseren persönlichen Anteil seiner Gnaden schmälerten.

 

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3. Erneuerungszentrum

 

Schließlich braucht die Liebe ein Zentrum, wo sie sich erneuern und die im Lebenskampf geschwächten Kräfte zurückgewinnen kann, sich trösten kann, die Wunden ihres Herzens verbinden und sich mit neuem Mut aufrüsten kann.

 

Jesus Christus in der Eucharistie ist dieses Rehabilitationszentrum: "kommet alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen" 2.

 

Das Leben des Christen, des Priesters, ist eine Zeit des Kampfes: "Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert" 3.

 

Sie können sich dabei verwunden, sie brauchen Ruhe und Nahrung. Dies alles finden sie in der Eucharistie, zu Füßen Jesu Christi, und im Genuss dieses Lebensbrotes.

 

"Wer leben will, hat, wo er leben will, woraus er leben will. Er trete herzu und glaube, er lasse sich eingliedern, um Leben zu schöpfen; er hänge dem Leib an, er lebe für Gott, von Gott" 4.

 

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2. Tag

 

1. Betrachtung

 

Die Sammlung, Vorbedingung und Mittel

 

 

1. Die Bedingung, um dieses Zentrum zu erreichen.

 

a) Die Sammlung, welche hier gemeint ist, besteht nicht darin, dass man einige Akte der Rückbesinnung auf Gott in systematischer Weise setzt, um einen Vorsatz oder eine Lebensregel zu beobachten. Es geht auch nicht um eine durch regelmäßige Übung erworbene Tugend, die an den Akten der Sammlung treu festhält.

 

Es ist vielmehr ein innerlicher Zustand, der uns in der Liebe Jesu Christi verweilen lässt.

 

Um dies zu erreichen, genügt es, in sich den Gedanken Jesu Christi und seine Liebe zu einer milden und starken Gewohnheit werden zu lassen, sodass dieser zur göttlichen Leidenschaft unseres Herzens wird; ohne Jesus ist dieses Herz traurig und unglücklich.

 

Es kommt wesentlich darauf an, diesen Gedanken durch alles, was sich im Leben ereignet, aufrechtzuerhalten, die Zuneigung zur Gewöhnung und den Blick dafür dauerhaft zu machen.

 

 

b) Jesus Christus ist das Modell dieser Sammlung. Um sich dieser Tatsache bewusst zu werden, muß man gewisse Kapitel des Evangeliums nach Johannes betrachten. Einige Texte daraus genügen für die folgende Betrachtung.

 

"Ich richte, wie ich es höre" 1.- "Ihr werdet erkennen, dass ich nichts im eigenen Namen tue, sondern nur das sage, was mich der Vater gelehrt hat" 2. - "Und der, der mich gesandt hat, ist bei mir, er hat mich nicht alleingelassen, weil ich immer das tue, was ihm gefällt" 3 - "Es geht mir nicht um meinen Willen, sondern um den Willen dessen, der mich gesandt hat" 4 - "Amen, amen, ich sage euch: der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, wenn er den Vater etwas tun sieht" 5.

 

Welches Ideal der Sammlung in Gott! Dies ist gewiss der ständig auf Gott gerichtete Blick, die volle Übereinstimmung der Liebe in den Urteilen, den Taten und Worten mit dem Vater.

 

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2. Mittel, in diesem Zentrum zu leben.

 

Die Sammlung ist das unfehlbare Mittel, seine Taten ordentlich auszuführen. Dafür muss jede Tat sein:

 

- rein in ihrer Absicht;

 

- treu in der Ausführung;

 

- übernatürlich in ihrer Zielsetzung.

 

 

Die Sammlung garantiert ihr diese drei Vorteile. Sie wird in ihrer Absicht rein sein, weil man vor dem Handeln immer Gott um Rat fragt; sie wird treu sein, weil man während der Tat darauf wacht, dass die Reinheit der Absicht nicht gefährdet oder abgeändert werde; sie wird übernatürlich sein, weil es ein Bedürfnis der Liebe ist, alles zur Verherrlichung Gottes zu tun.

 

So sagt das Evangelium von Jesus, dem Vorbild der Sammlung in Gott, wie eine öffentliche Huldigung der Zeugen seines Lebens: "Bene omnia fecit - er hat alles gut gemacht"  6.

 

 

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Konferenz über die Betrachtung

 

Siehe S. 112-116

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2. Betrachtung

 

Die Liebe und die Reinheit des Lebens

 

 

1. Notwendigkeit:

 

Die göttliche Liebe will vor allem die Reinheit des Lebens; denn die Liebe strebt nach Vereinigung des Lebens und der Gefühle. Um nun dorthin zu gelangen, muss sie vorher erleuchten und reinigen.

 

Gott ist Licht: "Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt" 1. Die Liebe muss die Finsternis des Geistes und des Herzens desjenigen verscheuchen, der sich mit ihr vereinigen will; denn "was haben Licht und Finsternis gemeinsam?" 2 Dieses Licht bringt dem Menschen selber, seiner Nichtigkeit und seinem sündhaften Zustand Licht; es schenkt ihm die Erkenntnis der Reinheit Gottes.

 

Gott ist auch ein verzehrendes Feuer: "Denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer" 3. Nun ergreift das Feuer einen feuchten Gegenstand nicht sofort, sondern bereitet ihn darauf vor, sich zu entzünden. Bevor sich Gott mit einer Seele vereinigt, hilft ihr Gott mit seiner Gnade, sich vom Sauerteig der Sünde zu befreien. Er reinigt sie wie das Feuer Gold und Silber von den Beimischungen und Schlacken trennt.

 

Auch als Jesus erklärte: "Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen" 4, da war er fest entschlossen, keine Beimischung mit der Sünde zuzulassen: "Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich" 5.

 

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2. Das Wesen

 

Was bedeutet also diese Reinheit des Lebens, die von der göttlichen Liebe verlangt wird? Es ist Gott, der einziges Ziel der Liebe selbst geworden ist; diese Liebe kann sich nur mehr im Willen, Wohlgefallen und Verherrlichen Gottes selbst gefallen.

 

Es ist die Liebe Gottes, das alleinige Ziel des Geistes, des Herzens und des Willens des Menschen:

 

- ein reiner Zweck, ohne bezahlte Interessen.

 

- ein pflichtbewusster Zweck, ohne andere Belohnung als Gefallen bereitet zu haben.

 

 

Das ist ein frei gewählter und erworbener Zustand, der demjenigen eines Kindes gleicht, das etwas tut, ohne bereits die Eigenliebe zu kennen.

 

Dies ist der Reiz der Frühlingsblume, die ihren Duft ausströmt und ihre Farben erglänzen lässt ohne anderes Ziel als den Schöpfer zu verherrlichen und die anderen zu seiner Liebe hinzuführen.

 

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Dritter Tag

 

1. Betrachtung

 

Die Keuschheit

 

 

"Bewahre dich rein!" 1. Dies ist die Empfehlung des hl. Paulus, aus der die Kirche eine strenge Verpflichtung gemacht hat, die vom Subdiakonat an mit dem feierlichen Gelübde der Keuschheit verbunden ist.

 

 

1. Die Keuschheit ist für denjenigen notwendig, der zum Priestertum strebt; sie ist sogar eine Bedingung dafür, dass er zu den Weihen zugelassen wird.

 

"Niemandem werde es erlaubt, zur hl. Weihe heranzuschreiten, der nicht jungfräulich ist oder eine bewährte Keuschheit aufweist" 2.

 

Es ist nur gerecht, dass Gott Mitarbeiter hat, die über die Armseligkeiten und Besudelungen des Fleisches hinausragen: "Halte dich keusch wie ein Geschenk Gottes, einen Tempel Christi, ein Werkzeug des Hl. Geistes"  3.

 

Es ist nur gerecht, dass Jesus Christus mit der Reinheit gezierte Diener hat: "Alle haben die Keuschheit sehr nötig, am meisten aber brauchen sie die Diener des Altares Christi; es geziemt sich, dass der Herr solche Diener hat, die.. durch keusche Enthaltsamkeit aufstrahlen" 4.

 

Die Keuschheit ist die königliche Tugend des Priesters. Ohne diese ist er nichts: "Möge ein Priester demütig und fromm sein; wenn er nicht keusch ist, ist er nichts" 5 .

 

"Durch sie ist er in der Welt König, er ist Apostel, er ist heilig. Die Welt weiß dies sehr zu schätzen. Die Schamhaftigkeit ist der Schmuck der Kirche Gottes, die glanzvolle Krone der Priester" 6.

 

 

2. Die Keuschheit muss kämpferisch sein. Alles verschwört sich gegen sie: die Aufstachelungen des Fleisches, die Verführungen und Feindseligkeiten der Welt, die Versuchungen des Teufels.

 

a) Das Fleisch. "Unter allen Kämpfen der Christen sind nur die Gefechte um die Keuschheit hart; hier gibt es tägliche Schlachten und seltene Siege" 7. Daher heißt es wachsam sein und beten: "Es ist auffallend, wie leicht sie jene verlieren, die zu deren Bewahrung nicht wachen"  8.

 

 

b) Die Welt. Ihre Feindseligkeit gegen den Priester kommt daher, dass er der geborene Zensor über Laster und vor allem gegen die Sittenlosigkeit ist. Somit versucht sie durch die Weltlichkeit und die Sinnlichkeit den Priester zu verführen, der gezwungen ist, mitten in der Welt zu leben.

 

Wie muss der Priester den vom Evangelium vorgezeichneten Regeln folgen! "Liebet nicht die Welt und was in der Welt ist! Wer die Welt liebt, hat die Liebe zum Vater nicht. Denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches, die Begierden der Augen... ist nicht vom Vater, sondern von der Welt" 9 - "Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt" 10.

 

Somit kann der Priester sein ganzes Vertrauen auf das Gebet Jesu für seine Apostel, seine ersten Priester, setzen: "Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst"  11.

 

 

c) Der Dämon. - Er kennt den ganzen Preis dieser Tugend, das übernatürliche Ansehen, welche sie dem Priester zusichert. Er versucht mit allen Mitteln, den Priester von der Treue zu dieser schweren Verpflichtung abzubringen, indem er ihm Illusionen vorgaukelt, die manchmal gefährlich sein können 12. "Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann" 13.

 

 

 

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Konferenz über die lässliche Sünde

Siehe S. 87-91

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2. Betrachtung

 

Vorzüge der Keuschheit

 

Um sich in der Übung der Keuschheit zu mühen, darf man nicht nur ihre Notwendigkeit und ihren kämpferischen Charakter sehen, sondern auch ihre Schönheit, ihre Stärke und das Glück, das sie der Seele bereitet.

 

 

1. Die Keuschheit nennt sich die schöne Tugend, die englische Tugend

 

 

"Wie liebenswert ist die Schönheit der Keuschheit" 1. - "Die Keuschheit macht Engel, wer sie befolgt hat, ist ein Engel, wer sie verloren hat, ein Teufel" 2 - "Die Keuschheit ist ein engelsgleiches Leben; sie verbindet den Menschen mit dem Himmel und macht ihn zum Mitbürger der Engel" 3 - "Der Engel und der schamhafte Mensch unterscheiden sich gewiß, nämlich am Glück, nicht aber an der Tugend; denn wenn die Keuschheit des Engels" beseligender erkannt wird, so wird die Keuschheit des Menschen als stärker angesehen 4. - "Die Schamhaftigkeit macht den Menschen Gott sehr ähnlich" 5.

 

Wie lässt sich die Keuschheit erhalten? - Durch die Bescheidenheit, die der natürliche Schleier für die Keuschheit ist; diese beiden Tugenden sind untrennbar. Die Bescheidenheit ist die Verteidigung der Keuschheit, wie die Dornen die Zartheit der Lilie behüten; "eine Lilie unter den Disteln" 6.

 

Die Keuschheit jagt selbst den Lüstlingen Respekt ein, sie hält den vertrauten Umgang mit der Welt auf Distanz.

 

"Die priesterliche Schamhaftigkeit meint nicht nur, dass man von unreinen Werken abstehen soll, auch von Blicken durch die Augen und vom Fehler des Gedankens, damit der Geist, der den Leib Christi entstehen lassen soll, frei sei" 7.

 

Wenn auch die äußere Bescheidenheit ganz besonders mit den Blicken beobachtet werden muss - "einen Bund schloss ich mit meinen Augen, an eine Jungfrau nicht einmal zu denken" 8 - so ist sie doch eine allgemeine Tugend. "Durch diese Tugend hält jemand in den äußeren Belangen Maß, damit er nicht das Aussehen von jemand beleidige" 9.

 

Es handelt sich dabei um die unangenehmsten Abtötungen für die Natur. Aber: "In der Bescheidenheit liegt die größte Ruhe des Geistes, das Bestreben nach Sanftmut und die Gnade der Mäßigung wird erwartet" 10.

 

Auch der hl. Gregor von Nazianz hat geschrieben: "Wo die Bescheidenheit ist, dort ist auch Christus anzutreffen" 11.

 

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2. Eine mächtige Tugend. - Dem übernatürlichen Reiz der Keuschheit widersetzt sich nichts.

 

Gott begünstigt besonders das Gebet des keuschen Menschen. "Wer die Lauterkeit des Herzens liebt... wird den König zum Freund haben" 12. - "Ein schamhafter Mensch ist ein Freund Gottes und ein geliebter Bürger der Heiligen" 13.

 

Die Keuschheit übt eine Macht aus über die Welt, denn der Priester ist durch seine Aufgabe "das Salz der Welt". Die Welt bewundert und respektiert einen keuschen Menschen, auch wenn sie ihn fürchtet; sein Wort durchdringt die Seelen wie ein zweischneidiges Schwert "Die Keuschheit lässt sowohl die Menschen als auch die Engel liebenswürdig und ehrenvoll erscheinen" 14. - "Die Tugend der Keuschheit ist so lobenswert, dass sie selbst die Unenthaltsamen in ihrer Verlegenheit preisen und ehren" 15.

 

Die Dämonen hassen und fürchten den Priester, weil er die Vollmacht hat, gegen sie die Gewalt des Exorzismus auszuüben; aber die Keuschheit des Priesters ist eine Art fort-gesetzter Exorzismus gegen die Verderbnis der Welt, deren Urheber die Dämonen sind.

 

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3. Eine beseligende Tugend.

 

"Secura mens, quasi iuge convivium - 16

 

"So ist es also die Keuschheit, die die Sicherheit des Geistes und die Gesundheit des Leibes" ausmacht. Man muss sie üben, um die Erfahrung zu machen, dass sie die Quelle einer Sanftheit - "fructus suavitatis" 17 - ist, welche unvergleichlich höher steht über die Vergnügungen des Fleisches: "deren genossene Freude intensiver empfunden wird als jene des Fleisches" 18. - "Die Tröstungen, die wir von dem Geist, der sie genießt, geistliche nennen, übertreffen alle Freuden der Welt und alle Wollüste des Fleisches... die geistlichen Freuden allein sind zugleich edel und eigentliche Freuden, weil sie von Gott in eine reine Seele gesenkt sind" 19 .

 

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4. Tag

 

1. Betrachtung

 

Die Eucharistie, das Sakrament der Liebe

 

Wenn auch alle Sakramente Beweise der Liebe unseres Herrn sind, so sagt das Evangelium von der Eucharistie allein, dass sie das höchste Zeichen seiner Liebe ist: "Da er die Seinen liebte... liebte er sie bis zur Vollendung".

 

Mit welcher Sorgfalt, mit wie viel Feingefühl und Großherzigkeit hat die Liebe die Eucharistie vorbereitet - eingesetzt, - und verewigt! 1.

 

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1. Vorbereitung. - Sie geschah zuerst in einer entfernteren Weise mit vielfältigen Figuren, wie dem Osterlamm, dem Brot des Elias und vor allem dem Manna, das Jesus selber als Symbol benützt hat.

 

Dann hat unser Herr durch die Wunder zu Kana und die Vermehrung der Brote darauf hingewiesen; bei der Brotvermehrung hat er die Gelegenheit benützt, um formell das Brot des Lebens anzukündigen.

 

Schließlich ereignete sich die unmittelbare Vorbereitung. Jesus hat selbst den Ort für die Einsetzung festgelegt und ihn durch einen wunderbaren Hinweis bestimmt; und er hat dafür seine Apostel durch den symbolischen Ritus der Fußwaschung gereinigt.

 

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2. Einsetzung. - Jesus Christus stellt sich bis zum Ende der Welt den Menschen zur Verfügung, und zwar bedingungslos, ohne andere Verteidigung als seine Liebe. Er kann gelästert und geschändet werden. Äußerlich unterscheiden sich die Bösen nicht von den Guten.

 

Warum setzt sich Jesus solcher Gefahr aus? Weil die Liebe nur schenken und ohne Hintergedanken der Entschädigung geben will. Er überlässt der geliebten Person die Sorge, seine Ehre zu gewährleisten und ihm Dankbarkeit zu bezeugen.

 

Somit ist die Eucharistie die Ganzhingabe und das Testament Jesu Christi. Das Testament der Liebe, wodurch er noch zu seinen Lebzeiten jedes seiner Kinder in den Besitz seiner ganzen Person bringen möchte; dies ist das größte Wunder seiner Macht, und nur er selbst konnte es verwirklichen.

 

Wie bewundernswert sind auch die damit verknüpften Umstände! Es ist der Vorabend seines Leidens, zum Zeitpunkt, als die Menschen mit Hilfe des Komplizen Judas seinen Tod planen.

 

Und zu welch unaussprechlichem Zweck tut er dies! Um in jedem einzelnen von uns mit einem reicheren, fruchtbareren Leben zu wohnen; um das Werk der Sünde Adams zu zerstören, um auf jeden von uns das Geheimnis der Menschwerdung auszudehnen.

 

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3. Zeitlosigkeit. - Die Liebe strebt von Natur aus zur Beständigkeit, sie möchte sich verewigen, auf diese oder andere Weise unsterblich werden. Desgleichen wollen die Eltern ihre Kinder lieben. Jesus lebt in der Eucharistie auf Erden weiter, er verewigt seine Gegenwart für alle Zeiten und an allen Orten; er schenkt sich ganz an alle und jeden einzelnen.

 

Zu diesem Zweck hat er das Priestertum eingesetzt. Jeder Priester besitzt die Vollmacht zur Konsekration der Eucharistie, ohne andere Bedingung als die Gültigkeit seiner Priesterweihe. Wenn die Kirche die Zeit, den Ort und die Art dieser Konsekration festgelegt hat, so nur aus Gründen der geziemenden Ehrfurcht.

 

Somit ist die Liebe Jesu Christi zufriedengestellt. Er konnte nicht mehr tun. Und so wartet er und wünscht die Antwort mit unserer Gegenliebe.

 

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Konferenz: Über die Abtötung und die Eigenliebe.

 

Siehe S. 59-60

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2. Betrachtung

 

Die Eucharistie, das Sakrament der geistlichen Bildung

 

 

Es gibt zwei Lehren, die zur Bildung und Formung des Christen beitragen; die eine ist äußerlich, die andere innerlich.

 

Die äußerliche Lehre ist jene Jesu Christi zur Zeit seines sterblichen Lebens und jene der Kirche durch den Katechismus und die Predigt.

 

Dieser Dienst Jesu Christi erlebte nur ein angefangenes Ergebnis; zu dessen Vollendung bedurfte es des Kommens des Hl. Geistes und der innerlichen Wirksamkeit durch die Eucharistie.

 

Diese Wirksamkeit der Eucharistie ist wirklich ein außergewöhnliches Werk, das ihm ganz zu eigen ist. Hier zeigt sich Jesus Christus im Licht und in der Milde seiner Liebe.

 

 

1. Durch die Eucharistie zeigt Jesus Christus seine volle Wahrheit. - Hat unser Herr nicht in der Vertrautheit der eucharistischen Danksagung im Abendmahlssaal eine seiner bedeutendsten Reden zur Offenbarung seiner Gottheit und seiner Lehre an seine Apostel gerichtet?

 

Mehrere Kirchenväter haben zugegeben, dass die Jünger von Emmaus den auferstandenen Jesus durch die Brechung des Brotes erkannt und an ihn geglaubt haben.

 

Andere hl. Kirchenlehrer haben die Eucharistie verherrlicht als ein Brot des übernatürlichen Lichtes: "Wir sollen nicht wie die Juden auf Christus zugehen, um ihn zu vernichten, sondern um seinen Leib und sein Blut zu empfangen. Jene wurden vom Gekreuzigten verfinstert, wir aber werden durch den Genuss des Gekreuzigten und den Trank seines Blutes erleuchtet" 1.

 

Es besteht ein großer Unterschied zwischen einem häufig Kommunizierenden und demjenigen, der es nur selten oder überhaupt nicht tut. Unser Herr schenkt nicht nur die Gnade zu einem einfacheren und festeren Glauben, sondern er weckt auch das Bedürfnis und das Verlangen nach der evangelischen Wahrheit.

 

 

2. Durch die Eucharistie formt uns Jesus Christus für das Leben in Liebe. - In der natürlichen Ordnung trinkt das Kind mit der Milch die Liebe seiner Mutter; durch sie gewöhnt es sich an die Sitten seiner Familie, dieser Gemeinschaft der Empfindungen, die deren Geist ausmachen.

 

Jesus Christus vermittelt uns über die Eucharistie, vor allem durch die hl. Kommunion, seinen Geist, seine Sitten und seine Tugenden. - "Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm" 2.

 

Die Hl. Eucharistie zeigt uns auf, das Leben Jesu im Hinblick auf seinen Vater, das eine vollendete Gemeinschaft des Lebens in der Liebe war, nachzuahmen: "... wie ich durch den Vater lebe" 3 .

 

Dadurch lässt er den Geist und Sinn Jesu Christi in uns eindringen; die Eucharistie führt uns hin, nach den Lebensregeln Jesu Christi zu leben, welche die Frucht einer beständigen Einheit und des vertraulichen Umgangs mit ihm bewirken.

 

 

3. Durch die Eucharistie bewegt uns Jesus Christus zur hingebenden Liebe. - Die Hingabe hat ihre Quelle in einer tiefen und reinen Liebe. Für gewöhnlich ist diese Hingabe eine Gegenleistung, eine Antwort auf die empfangene Liebe, mit Ausnahme der Elternliebe, die instinktmäßig und spontan ist; aber das Kind versteht es noch nicht, diese Liebe als erstes zu erweisen.

 

Nun ist die Eucharistie das vorzüglichste Geschenk der Liebe Jesu Christi, die mildeste Gnade, die seinem Herzen entsprungen ist, der glänzende Beweis seiner Hingabe für das Wohl unserer Seelen.

 

Nachdem er so viele Opfer gebracht hatte, um auf diese Weise zu uns zu gelangen, kann er sich dann nicht eine großherzige Antwort von unserer Seite erwarten?

 

Durch die Wirkung der Eucharistie, die wir in der Kommunion empfangen haben, befindet sich das Herz des Menschen wie unter einer Liebespresse, und es kann nur das Wort des hl. Paulus wiederholen: "Die Liebe Christi drängt uns" 3.

 

Das Herz braucht diese Hingabe, es sucht nach Möglichkeiten, sich für Jesus Christus zu verzehren, es opfert sich bis zur Ganzhingabe seiner selbst, bis zum Tod.

 

Vom Altar aus schreitet der Märtyrer zur Todesfolter, die christliche Jungfrau zum Kampf gegen die Verlockungen der Welt; der Priester zu den Opfern für das Heil der Seelen.

 

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5. Tag

 

1. Betrachtung

 

Der Priester: seine Würde und seine Macht

 

 

Um sich vorzubereiten, das Priestertum in angemessener Weise zu empfangen, muss man die Würde, die es verleiht, und die Unwürdigkeit, welche trotz des Priestertums bestehenbleibt, gut kennen 1.

 

 

1. Würde. - In der Welt ist die Würde eines Standes begründet in seiner Nähe zum Oberhaupt und in der Wichtigkeit der Ämter, die ihm übertragen werden.

 

In der übernatürlichen Ordnung wird kein anderes menschliches Wesen sosehr mit Jesus Christus, dem Sohn Gottes und König der Könige, gleichgestellt wie der Priester, und zwar durch das priesterliche Merkmal und durch die heiligen Funktionen, die er ausführt: "Die Priester verwalten auf Erden sogar die Person Gottes" 2.

 

Weder die Engel noch die Jungfrau Maria haben die Vollmacht empfangen zu konsekrieren, die Sünden zu vergeben oder die Seelen zu leiten.

 

Die Vollmacht des Priesters ist zu vergleichen mit der Macht Gottes. Mit ein paar Worten erweckt der Priester eine Seele zum übernatürlichen Leben, wandelt er die Substanz des Brotes und Weines in jene des Leibes und Blutes Jesu Christi. Sofort nach den gesprochenen Worten ist das Wunder der Transsubstantiation vollzogen, wie auch gleich nach seiner gültigen Absolution die Sünden vergeben worden sind. "Ganz und gar großartig und bewundernswert ist die Würde der Priester; die größte Vollmacht ist ihnen übertragen" 3. - "Christus übertrug den Priestern die Macht, seinen Leib zu konsekrieren und ihn anderen auszuteilen. O wahrlich große Freigebigkeit, o unerhörte Großmut, o alles überragende Liebe!“ 4.

 

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2. Unwürdigkeit. - Der Priester, selbst der eifrige und heiligmäßige, bleibt stets ein Kind des sündigen Adam. Er ist nicht geschützt vor dem Aufbegehren der Sinne, der Versuchungen, ja selbst der täglichen Fehler. Dies ist eine fürsorgliche Anordnung, die den Priester zur Wachsamkeit und zur Demut verpflichtet und ihn Mitleid empfinden lässt für die anderen.

 

Der hl. Paulus empfand in sich den Kampf der zwei Menschen: der alte Mensch mit dem Stachel des Fleisches, die Ohrfeigen des zum Teufel gewordenen Engels, und der neue Mensch, der seine Kraft des Widerstandes aus der Gnade schöpft. Er zitterte um sein Heil trotz seiner heldenhaften Arbeiten im Apostolat.

 

Gott  gebührt also die Ehre, uns aber die Demütigung, verbunden mit dem Vertrauen.

 

 

 

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Konferenz: Über die Nachfolge Christi

 

Siehe S. 108 - 111

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2. Betrachtung

 

Der Priester, ein Mann Gottes und der Kirche

 

 

1. Homo Dei - Mann Gottes. - Dies ist die Definition des Priesters, die der hl. Paulus formuliert hat.

 

Aus sich selbst ist der Priester ein Mensch wie die anderen. Er unterliegt der dreifachen Begierlichkeit, er hat seine Charakterfehler, seine Lücken und seine Schwächen. Seine Tugend misst sich an seinen persönlichen Anstrengungen, so wie es bei den anderen Christen auch der Fall ist.

 

Aber als durch die Priesterweihe Geheiligter ist er der Mann Gottes.

 

- Ganz von Gott, dies ist seine Herkunft.

 

- Ganz durch Gott, dies sind seine Arbeitsmittel.

 

- Ganz für Gott, dies ist sein Ziel.

 

 

2. Der Mann der Kirche. - Er ist ihr Diener. Die Kirche sagt zu ihm, wie Jesus zu Petrus: "Weide meine Schafe!" Dieses Wort "weide" deutet auf drei Aufgaben hin:

 

a) Der Prediger der Wahrheit. - Der Priester muss die Seelen mit den Wahrheiten des Glaubens nähren: "Der Priester muss... predigen" 1. Die Kirche wacht mit eifersüchtiger Sorgfalt darüber, dass er anhand von Fachstudien den Schatz des Glaubens und seinen wahren Sinn beherrscht. Seine Predigtarbeit bringt eine besondere Gnade mit sich. Der Schöpfer sprach am Anfang der Welt: "Fiat lux et facta est lux - es werde Licht, und es wurde Licht" 2.

 

Diese göttliche Wahrheit muss er mit Heiligkeit, mit Freude und mit Starkmut verkünden.

 

 

b) Der Hirte. - Wenn ein Hirt eine Herde zu überwachen hat und seine Rolle gewissenhaft erfüllt, so geht er vor der Herde her, um sie auf gute Weidegründe zu führen; er verteidigt sie selbst auf eigene Gefahr und bis zum Opfer seines Lebens gegen die wilden Tiere und andere Gefahren 3 .

 

Der Priester muss seine Schäflein lieben, sich für sie mit einem reinen und uneigennützigen Interesse einsetzen. Er muss ohne Unterlass für sie beten.

 

 

c) Der Verwalter der Geheimnisse Gottes. - Er ist Schatzmeister der Gnaden Jesu Christi und der Begünstigungen der Kirche. Er ist der Spender und Verwalter der Sakramente. Er soll der "kluge und treue Knecht" sein, der es den Gläubigen möglichst erleichtert, zu den Sakramenten zu gehen; der aber auch wachen soll, dass sie diese in der best-möglichen Einstellung empfangen.

 

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6. Tag

 

Grundsätzlich sollten diese Exerzitien nur 5 Tage dauern - vom 21. bis 25. Mai. Trotzdem hat der  Heilige Stoff für Betrachtung und Konferenzen für einen 6. Tag verfasst, vielleicht noch länger. (Anm. des Herausgebers)

 

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1. Betrachtung: Der Priester und Maria

 

Siehe S. 21-26

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Konferenz über die Seelenleitung

 

 

Der hl. Vinzenz Ferrier sagt: "Es ist eine große Gnade für eine Seele, einen guten Seelenführer zu haben" 1.

 

Der Priester soll sich also die Fähigkeit aneignen, den Gläubigen diesen Dienst zu leisten; er soll sich darauf vorbereiten, wenn die Zeit seiner Priesterweihe herannaht.

 

 

* * *

 

Das Wesen.

 

1. Regel: Jede Seele muss geführt werden nach ihrer natürlichen Veranlagung, ihrer Bildung, ihren Standespflichten und ihrer bevorzugten Gnade - wenn sie mit Gewissheit eine solche hat.

 

2. Regel: Das Innere und Äußere müssen durch die Tugend geführt werden.

 

 

 

Der Inhalt.

 

 

a) Die Frömmigkeit. - Sie nach den Bedürfnissen regeln; die äußere Frömmigkeit, das innerliche Leben, die gewöhnlichen Übungen der Abtötung, die außergewöhnlichen Buß-Werke.

 

 

b) Die Tugenden. - Die Standestugenden bilden - die äußerlichen zuerst - sie sind die Nahrung und der Beweis der echten Liebe: "Wer meine Gebote hält, der ist es, der mich liebt".

 

Es gibt zwei Arten von Tugenden: die einen sind natürlicherweise sympathisch und man soll es erlernen, sie übernatürlich werden zulassen. Die anderen sind natürlicherweise antipatisch, sie können aber die edelsten und vollkommensten werden.

 

Jede Tugend besitzt ebenso zwei Übungen: die eine ist negativ, die andere positiv; sie geben den Inhalt ab für äußerliche und innerliche Opfer.

 

Es gibt im Leben einer Seele entscheidende Augenblicke für ihre volle Bekehrung oder für ihre Vollkommenheit. Es gibt Zeitpunkte, wo der Seelenführer verstehen muss zu erklären: "nach vorne" und somit irgendwie das Risiko übernimmt, alles zu gewinnen oder zu verlieren. Diese Zeitpunkte muss man ergreifen und ausnützen.

 

 

c) Der Seelenzustand. - In den Versuchungen Anleitungen geben - es gibt vier große Versuchungen: Stolz, Ehrgeiz, Geiz, Sinnlichkeit 2. - Während der inneren Prüfungen stützen; die Leidenschaft auf Leben und Tod bekämpfen, ebenso den Hauptfehler; verpflichten, die fortdauernden Herzensprobleme zu äußern.

 

 

d) Die übernatürlichen Frömmigkeitszüge zu einem bestimmten Geheimnis, einem oder einer bestimmten Heiligen. Daraus ein Mittel zur Vereinheitlichung der Frömmigkeit machen, wenn dieser Zug sicher ist und sich dafür eignet.


Schluss:

 

Die Eucharistie, das Lebenszentrum des Priesters

 

Siehe S. 116-120

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©2000 Kongregation vom Heiligsten Sakrament, Email: mchrast@surfeu.at
Tel. (0043) 1 597 81 17 ( + Klappe - P. Provinzial 42)


 

Bemerkungen:


1 Lk 24, 49. 

2 Hos 2, 16.  

3 Ex 24, 12.  

4 Hebr 11, 38.  

5 Lk 4, 1 f.  

6 Apg 1, 13 f.

 

1  Lk 24, 49-52 und Apg 1.

2 Apg 1, 4.  

3 Hos 2, 14. Alte Übers.: "Ich will sie an mich locken und in die Wüste führen und zu ihrem Herzen sprechen".   

4 Is 51, 3.  

5 Is 35, 1.  

6 Ps 84(85), 9.  

7 Nachf. Chr., 1. B., 20. Kap., Nr. 6.  

8 Joh 6, 64.  

9 Nachf. Chr., 3. B., 3. Kap., Nr. 1.  

10 Joh 14, 21.   

11 Eph 1, 18.   

12 Ps 34, 9.

 

1 Virgil ab August. citatus. In c. IV Joan. tract. 26.  

2 1 Joh 4, 16.  

3 Spr 23, 26.  

4 In Ep. Joan. tract. VII, 3.  

5 Jer 31, 3.  

6 Joh 3, 16.  

7 Joh 15, 9.  

8 Joh 15, 10.  

9 Nachf. Chr., III. B., 54. Kap.

 

1 Joh 15, 4. 9.  

2 Mt 11, 28.  

3 Mt 10,  34.  

4 Aug. In VI Joan. tract. 26.

 

1 Joh 5, 30.  

2 Joh 8, 28.  

3 Joh 8, 29. 

4 Joh 5, 30.  

5 Joh 5, 19.   

6 Mk 7, 37.

1 Joh 1, 9. 

2 2 Kor 6, 14.  

3 Hebr 12, 29.  

4 Lk 12, 49.  

5 Mt 12, 30.

 

1 1 Tim 5, 22. 

2 Innoc. III, De act. et qual. Ord.  

3 Ignat. M., Ep. ad Her. diac.  

4 August. Serm. 291.  

5 Thom. v. Villan. De d. Aug. conc. 3.  

6 Hieron.  

7 August. De honest. nul., c. 2.  

8 Card. Borrom. ad aliquem sacerd.  

9 1 Joh 2, 15.  

10 Joh 15, 19.   

11 Joh 17, 15.   

12  Vgl Isid. hisp. De Summo Bono, lib. II, c. 30.    

13 1 Ptr 5, 8.

 

1 Isid. hisp. De Summo Bono, lib. II, c. 39. 

2 Ambros. De Virgin., lib. I, post med.  

3 August. Serm. I, dom. 25 post Trin.  

4 Bern. De mor et off. Episcop., c. 3. 

5 Basil. De vera virginit.  

6 Hld 2, 2.  

7 Hieron. in Epist. ad Titum, c. I.  

8  Ijob 31, 1. 

9 Thom. v. Aquin, sup. ep. ad Titum, c. 3, lect.1. 

10 Ambros. lib. I offic. c.43.    

11 Ep. 193.

12 Spr 22, 11.   

13 Thom. a Kemp., Hort. rosar. IX, sect. 3.   

14 Bonav. De perfect. relig., lib. II, c. 53.   

15 Thom. a Kemp. Sermo 12 ad novit., divis. 6.   

16 Prov 15, 17.     

17 Isid. hisp., De Summo Bono, lib. II, c. 39 et 40.   

18 Ebda.   

19 Nachf. Chr., I. B., 10. Kap., Nr. 1.Nachf. Chr., I. B., 10. Kap., Nr. 1.

1 Nähere Ausführungen dazu in: Die reale Gegenwart, Bd.I,  S. 215.

 

1 August. Enarrat. 2 in ps. 33.  

2 Joh 6, 56. 58.  

3 2 Kor 5, 14.

3 2 Kor 5, 14.

 

1 Für weitere Ausführungen vgl. weiter oben S. 22. 

2 Katech. Conc. Trid., P. II, tit. de sacr. Ord.  

3 Laur. Just. Serm. de Euch.  

4 Bonav. Fascicul., c.7.

 

1 Pontificale Romanum, De ord. presb.   

2 Gen 1, 3.  

3 Vgl Joh 10, 4. 9. 11.

 

1 Tract. de vita spirit. c. 14.  

2 Vgl 1 Joh 2, 16.