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Pfarrer von Ars
Über eine geistliche Freundschaft (Originalarbeit von P. Maurice Rouleau SSS., ins Deutsche übersetzt von P. Walter Marzari SSS., Auswahl: Miloslav Chrást) |
Der hl. Pfarrer von Ars hat über seinen Freund P. Eymard und seine Kongregation gesagt:
"Wie schön ist dieses Werk! Wie groß ist es!...Die Anbetung durch die
Priester!...O wie schön!..."
Er wiederholte diese letzten Worte und begann zu weinen. Dann sprach er weiter:
"Er wird sogar von jenen Leuten
verfolgt werden, die das Werk unterstützen sollten; der Welt ist es unbekannt."
(Zit. aus Trochu, S. 240; Troussier, II, 115).
* * *
"Der liebe Gott bereitet seine Werke lange früher vor. Er geht dabei bedächtig,
aber stets sicher vor. Er scheut vor Prüfungen nicht zurück; wir haben dafür
einen Beweis bei einem heiligmäßigen Priester, der Ordensmann ist. Der Herr
hat damit begonnen, dass er ihm eine große Liebe zum hlst. Sakrament geschenkt
hat. Diese Liebe folgt ihm überallhin, er kann sich nicht von ihr lösen. Er
wird gewiss das erreichen,
was unser Herr von ihm wünscht.
Dieser Ordensmann ist P. Eymard. Er wird viel zu leiden haben, selbst von seiten seiner größten Freunde. Er soll sich jedoch nicht entmutigen lassen: dies ist ein Beweis dafür, dass Gott sein Werk will; und was es auch kosten mag, er wird ans Ziel gelangen.
Die Kongregation, die er gründen wird, wird eine große Blüte erleben. Sie wird sich allen und jedem zum Trotz in allen Ländern ausbreiten... Aber es bedarf stets großer Geduld und Ergebenheit, denn diese braucht es, wenn man ein Werk Gottes ins Leben ruft; die Freunde werden nämlich zu Feinden. Sobald diese jedoch merken, dass Gott trotz allem das Werk gelingen lässt, kommen sie zurück. Das wird auch ihm passieren." (Zit. aus: Trochu, S.191).
Diese von diesem heiligen
Pfarrer stammenden Worte sind sehr ermutigend. Aber Gott, der die ausdauernde
Liebe P. Eymard's prüfen wollte, erlaubte ihm nicht, daraus Ermutigung und
Kraft zu schöpfen, weil er erst viel später von dieser prophetischen Ansprache
erfuhr.
* * *
Dann wandte er sich Fräulein
Guillot zu und sprach: "Und was
Sie anbelangt, mein Kind, so ist es Gottes Willen, dass Sie sich P. Eymard in
Paris anschließen, denn Ihre Berufung ist es, eine Schwester vom hlst.
Sakrament zu werden. Da darf nicht gezögert werden: Sie sollen sich beim ersten
Zeichen, das Ihnen mein heiligmäßiger Freund gibt, auf den Weg machen."
(Trochu, S. 240).
Als Margarete dieses erwartete Zeichen drei Monate später (im Mai 1858) erhalten hatte, ging sie wiederum nach Ars, um den Segen des Pfarrers Vianney zu erhalten, bevor sie sich nach Paris begab (sie kam dort am 25. Mai 1858 an). Pfarrer Vianney fragte sie gleich: "Wie geht es P. Eymard?". - "Danke, Herr Pfarrer, es geht ihm gut". - "Und wie schreitet sein Werk voran?" - "Ich höre, dass es nicht gut geht." - "Die Welt behindert es", erwiderte Vianney, "aber es wird gelingen, es wird überleben. Oh, was für eine Gnade und welchen Segen bedeutet es für Sie, dass Sie Gott dorthinruft. P. Eymard, mein Kind, ist ein großer Heiliger. Sobald Sie ihn sehen, erzählen Sie ihm in meinem Namen alles, was man sich unter Freunden sagen kann, und dass wir uns alle im Himmel wiedersehen werden. Alle Tage werde ich für das Werk beten... Nur Mut, gehen Sie vertrauensvoll auf den Herrn zu. Ich will Ihre Reise segnen, und Gott ebenso. Die gute Mutter wird Sie ermutigen. Jesus will, dass Sie sich seiner Liebe und allem, was ihm gefällt, weihen..." (Troussier, II, 117).
Ansicht des ganzen Werkes von P. Maurice ROULEAU SSS.
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